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Unsere Berufung / Our calling

Manchmal verliere ich aus dem Blick, dass ich nicht nur geschaffen wurde, um diese Welt und dieses Leben zu genießen. Dieses Video fordert mich immer wieder neu heraus.

We have decided to value both pioneers and settlers: Pioneers to expand our territory, and settlers to build on those territories. But we are NOT squatters – People who take up space others have fought for without improving it.

Wir haben entschieden, sowohl die Pioniere als auch die Siedler zu ehren. Pioniere, die das Gebiet erweitern, und Siedler, die auf diesem Gebiet bauen. Aber wir sind nicht Hausbesetzer – Leute die den Platz einnehmen, für den andere gekämpft haben, ohne ihn zu verbessern.

(2:49-3:07)

Mit dt./engl. Untertitel hier.

Technological Credo

(Deutsche Version)

lat. credo – I believe. This is what I believe concerning God & Technology.

I believe in God, the origin of all technology. He commanded menkind to invent, discover and use technology to steward, fill and multiply the earth to His glory. Yet we humans perverted this aim of technology by putting our own glory first, using it to manipulate nature and other men in order to “get” what we “want”.

I believe that God can redeem any technology, subvert any mischief, and even use our failures to glorify him; this is what the whole creation is yearning for. I believe that he loves to cooperate with us in this process; if our lives are completely submitted to him, the tools we use will join our worship.

I believe that God cannot be overcome or surprised by technology. There is nothing more powerful, more awe-inspiring, more practical and more efficient than God’s love. If we use technology but do not love, all our efforts are bound to fail. If we love God, ourselves, others and nature, we will use technology in a way that glorifies God and confirms the God-given value of people and nature.

I believe that God is preparing a dwelling place for us. In that city, some technologies of today will be irrelevant, some will be given by God, and many will finally be used to their full potential.

(© Photo by Tom Taker – CC BY 2.0)

Hat Gott Humor?

Ich weiß, die Frage klingt witzig. Vermutlich wird sie meistens von Kindern gestellt, die Erwachsenen sind schon zu sehr im Ernst des Lebens gefangen. Aber jetzt mal ernst: Gott zeigt Gefühle, die Bibel ist voll davon. Er weint, lacht, freut sich, ist zornig, traurig, eifersüchtig; und manche Verse legen sogar nahe, dass er tanzt. Warum haben wir solche Probleme, uns das vorzustellen?

Schuld sind, wie so oft im Westen, die alten Griechen. Aristoteles stellte sich Gott als Ursprung aller Bewegung vor: die Menschen bewegen Objekte, die Sterne bewegen die Menschen, und der „unbewegte Beweger“ bewegt die Sterne. Einige Theologen im Mittelalter fand diese Philosophie so spannend, dass sie sie benutzten, um den christlichen Glauben zu erklären. In dieser strikten Hierarchie der Dinge ist aber kein Platz für ein Gott, der von Menschen „bewegt“ wird: warum sollte ein allmächtiger Gott über den Zustand der Menschheit weinen? Weil er liebt.

Zurück zur Ursprungsfrage. Die Bibel sagt nichts über Humor (wie auch, das Wort gibt es in dieser Form erst seit einigen Jahrhunderten) und wenig über Witze. Einige Passagen sind definitiv sarkastisch gemeint oder stark übertrieben; es gibt Wortspiele und viel Situationskomik (siehe unten, S. 9). Aber witzigerweise klingt nicht alles in jeder Übersetzung witzig – vielleicht haben die Bibelübersetzer es manchmal zu ernst genommen?

All diese Indizien legen nahe, dass Gott Witze verstehen kann. Vermutlich hat er unseren Humor geschaffen. Natürlich gibt es auch Humor, der für falsche Zwecke eingesetzt wird: er überschreitet Grenzen und lacht den aus, der ihn dafür bestrafen will. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott solche unverantwortlichen Witze mit uns macht, wofür hat er uns denn die „Würde des Menschen“ gegeben. Und so ist es auch unsere Aufgabe, Humor konstruktiv einzusetzen.

Und ich habe das Gefühl, dass in unserer derzeitigen Gesellschaft Humor überbewertet wird. Nicht umsonst reden wir von einer „Entertainment“-Gesellschaft. Aber wenn Gott Humor hat und uns Humor schenkt, will ich lernen, es als gute Gabe anzunehmen und auszuüben.

 

Diese Gedanken sind eine Zusammenfassung meiner Seminar-Arbeit. Wer sie lesen möchte und gut genug englisch kann, ist herzlich dazu eingeladen:

Why on Earth – Laughter? A seminar paper about Raymund M. Smullyan: „Planet Without Laughter“

(© Photo by carnifex82 – CC BY-NC-SA 2.0)